"SOS BRUTALISMUS – Rettet die Betonmonster!" vom 9. November 2017 bis 2. April 2018 im Deutschen Architekturmuseum

 

Mit der Ausstellung „SOS BRUTALISMUS – Rettet die Betonmonster!“ zeigt das Deutsche Architekturmuseum gemeinsam mit der Wüstenrot Stiftung erstmals die brutalistische Architektur der 1950er bis 1970er Jahre im weltweiten Überblick.

Minoru Yamasaki: Pahlavi-Universität (heute: Universität Schiras), Schiras, Iran, 1960–1979 Foto: Hamidreza Bani 2017

Der Begriff Brutalismus bezieht sich nicht auf das Wort »brutal«, sondern auf »béton brut«, den französischen Ausdruck für Sichtbeton. Brutalistische Architektur zelebriert das Rohe, die nackte Konstruktion – und ist enorm fotogen, wird mittlerweile bejubelt auf Facebook und Instagram. Aber viele sehen darin nur brutale Betonmonster. Doch die expressiven Bauten entstanden in einer Zeit der Experimente, des gesellschaftlichen Aufbruchs. Heute droht etlichen der Abriss. Die Rettungskampagne #SOSBrutalism mit einer Datenbank zu über 1.000 Bauten erweitert daher die Ausstellung ins Internet, Kooperationspartner sind das BauNetz und das Magazin uncube. Im DAM wird der Brutalismus mit ungewöhnlich großen Modellen und Betongüssen neu bewertet. Zu sehen sind Bauten aus Japan, Brasilien, dem ehemaligen Jugoslawien, Israel und Großbritannien, wo der New Brutalism von Alison und Peter Smithson erfunden wurde.

Deutsches Architekturmuseum
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